Media Monday #226 – RPG Edition

Das Medienjournal ruft jeden Montag dazu auf, einen Lückentext zu füllen. Da dies ein Rollenspielblog ist, werde ich den Antworten auf das Medium Spiel beziehen, soweit dies möglich ist.

1. Die Ankunft von Marty McFly am 21. Oktober 2015 habe ich verpasst, weil ich voll in der Vorbereitung eines Messestandes auf der MMC war. Den Medienrummel habe ich natürlich mitbekommen, und auch die grandiose Tagesschau-Ausgabe aus der Vergangenheit gesehen. Allein, diesen ganzen Hype mitmachen konnte ich nicht, obwohl Zurück in die Zukunft für mich einer der definierenden Filme der 80er ist – zusammen mit Breakfast Club und Ghostbusters.
Nur einer der Filme hat es zu einem Rollenspiel gebracht – und zu was für einem! Ghostbusters legte regeltechnisch den Grundstein für Star Wars d6 und für RISUS. Dreimal größtes Kino.

2. Ein Star-Wars-Rollenspiel hingegen braucht bitte nicht wieder zurückkommen, schließlich war das d6-System von West End Games schon perfekt.
Wie? Star Wars ist schon zurückgekommen? Zweimal sogar? Das bildet ihr euch nur ein. Es kann nur eines geben…

3. Und als die Karten für den siebten Star Wars Film vorbestellbar waren, war ich ebenfalls mit der MMC ausgelastet.

4. Der Trailer nämlich kam etwas überraschend und unspektakulär und ganz ohne Brimborium und konnte mich deshalb auch nicht ablenken/aufrütteln. (Obwohl die drei bisherigen Teaser/Trailer alle mehr Star Wars atmeten als die kompletten Episoden 1-3…)

5. Viel mehr freue ich mich allerdings auf den nächsten Bond, weil Sam Mendes der Reihe mit Skyfall einen Glanzpunkt verliehen hat und ich mich frage, wie er das toppen will.
Leider sind die Gründe für meine Begeisterung allein visueller/bildkompositorischer Natur, und ich kann rein gar nichts fürs Rollenspiel daraus mitnehmen. Nicht einmal Javier Bardems Manierismen als Silva, weil die zu deutlich wären und parodistisch rüberkommen würden.

6. Und dann wäre ja noch der Horroctober, der sich dem Ende zu neigen beginnt. Für Halloween habe ich nichts Horrormäßiges geplant, allerdings auch nichts Spielerisches: Ich bin bei der Jury-Sitzung zum 6. Manga-Wettbewerb der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Berlin.

7. Zuletzt habe ich mich auf der MMC immer wieder mit dem Kopf von DJSA über japanische Spiele unterhalten und das war witzig, weil wir beide erst am letzten Tag beim Austausch der Visitenkarten gemerkt haben, dass wir uns seit über einem Jahr per E-Mail kennen!

Lehren aus dieser Episode des Media Monday?

Ehrlich gesagt: keine.

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4 Antworten zu Media Monday #226 – RPG Edition

  1. greifenklaue schreibt:

    Mit Star Wars d6 bin ich nie warm geworden, das aktuelle System gefällt mir hingegen überraschend gut. Zu James Bond gab es doch auch ein Rollenspiel

  2. Mondbuchstaben schreibt:

    Zu James Bond gab es in der Tat ein Rollenspiel (erschienen bei Victory Games), das ziemlich einflussreich gewesen sein soll (in dem Sinn, dass es andere Designer beeinflusst hat).
    Ich hätte schwören können, dass ich irgendwo ein Zitat hatte, wonach James Bond gerade die japanischen Rollenspiele stark geprägt haben soll, aber ich finde es einfach nicht wieder!

    Genau wegen dieser Behauptung habe ich mich mal auf die Jagd nach dem Spiel gemacht und war dann ziemlich enttäuscht, weil ich nichts wirklich bemerkenswertes darin funden habe. Es ist ein funktionales %-System, typisch für seine Zeit. Dicht an den Filmen, wobei die Plots der Filme für die jeweiligen Module abgewandelt wurden, damit sie für Kenner der Filme wieder neu und spannend waren.
    Ich sehe jedenfalls keine Ähnlichkeit zwischen dem Spiel und Sachen wie Ryuu tama, Sword World, Meikyuu Kingdom oder Monster Maker Holy Axe/Resurrection

    Es gibt ein Quellenbuch (Thrilling Locations), das immer mal wieder als eines der besten Zubehörbücher ever bezeichnet wird, auch und gerade für Leute, die Shadowrun o.ä. spielen.

  3. greifenklaue schreibt:

    Ich glaub, Argamae hatte mir entweder mal das Grundspiel oder eine Abenteuerbox gezeigt. Cool waren die Handouts, die u.a. auf das Abenteuer agententypisch mit einem Briefing einstimmte.

  4. Mondbuchstaben schreibt:

    Ich habe das James-Bond-Zitat wiedergefunden. Es war gar nicht im Internet (ich hatte eigentlich Andy K. oder Ewen Cluney als Urheber in Verdacht), sondern in Ausgabe 5 des britischen RPG-Magazins Arcane (erschienen 1996):

    „Of the other western games to make an impact on Japan, the incongruity of two makes them stand out. One is James Bond 007. Although it has never been translated, it is cited by many Japanese designers as a major influence because of its task resolution system and its hero points. The other is TORG.“

    Autor des Artikels war Paul Mason, der in Japan lebt und arbeitet. Mason ist ein Urgestein der britischen RPG-Szene, hat u.a. den Kampagnenband The Riddling Reaver für AFF (mit)geschrieben und ist seit Jahren bekannt für sein Outlaws of the Water Margin, ein Rollenspiel, das auf der gleichen chinesischen Legende beruht wie die TV-Serie Die Rebellen vom Liang Shan Po.

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