Media Monday #225 – RPG Edition

Das Medienjournal ruft jeden Montag dazu auf, einen Lückentext zu füllen. Da dies ein Rollenspielblog ist, werde ich den Antworten auf das Medium Spiel beziehen, soweit dies möglich ist.

1. Mit den Filmen von Michael Bay kann man mich ja echt jagen, denn selbst die früheren Filme, die auf einer Popcornebene wenigstens noch Spaß machten (The Rock?), sind Shakespeare gegen das, was der Mann heute abliefert. Die gerade im TV wiederholten Transformers-Filme habe ich nicht ausgehalten, und Armageddon ist doppelt und dreifach ärgerlich, weil er den zeitgleichen und unendlich besseren Deep Impact mit schierem Getöse verdrängte.

Hoffen wir mal, dass Michael Bay nicht den neuen D&D-Film unter seine Finger kriegt…

2. Der Trailer zu Degenesis ist beeindruckend gut! Da hat jemand aktuelle Computerspieltrailer verinnerlicht und auf ein Papierrollenspiel umgemünzt.

Ich weiß nicht, ob es an dem Genre liegt, aber der Trailer zu Mutant: Year Zero ist auch großartig; eigentlich ist er (wie auch das Spiel selbst) noch besser als der Degenesis-Trailer, denn er verrät er mir mehr über die Welt, zeigt mit dem Schiff als Siedlung oder Festung eine spannende Location und präsentiert mir einen interessanteren Konflikt: Rivalität zwischen den Überlebenden der Apokalypse, Verteidigung der knappen Ressourcen, mutierte Charaktere – statt bloß eine WH(40K)-eske Monsterhatz in der Wildnis.

Als Film- oder TV-Trailer ist Degensis besser (von der Bildgewalt und der Machart sowieso), aber für ein Rollenspiel finde ich Mutant inhaltlich besser geeignet.

3. Simon Washbournes Crimson Blades braucht sich nicht vor einschlägigen Genre-Vertretern zu verstecken, schließlich ist es ein mindestens ebenso gutes Elric-Rollenspiel wie Stormbringer.

4. Während mir die Quickstart-Fassung von Sovereign Stone ja noch richtig gut gefiel, war der Nachfolger, das vollwertige Rollenspiel, ein komplett unbrauchbares Buch. Kaum zu fassen, dass daraus so viele Jahre später Cortex werden sollte…!

5. Der Horroctober ist im vollen Gang. Ich für meinen Teil kann mit dem Genre nicht viel anfangen. Horror-Rollenspiele finde ich unendlich schwierig, weil sie – für mich! – nicht funktionieren. Um Horror zu verbreiten, muss es eine ernsthafte, existenzielle Bedrohung für die Charaktere geben, und die muss unter Beweis gestellt werden. Ich bringe aber als SL nicht gerne absichtlich Charaktere um, oder konstruiere Situationen so, dass sie nur durch den Tod eines oder mehrerer Charaktere aufgelöst werden können.

Ein Teil der Schwierigkeit ist auch, dass durch den hohen Verschleiß an Charakteren eine Langzeitbindung an Figuren und Setting behindert wird, und bei den Spielern eine Abschottung von ihren Abreißblock-Charakteren einsetzt, weshalb Figuren häufig gleich als Parodien angelegt werden. (Wie viele national(istisch)e Klischees werden in Cthulhu überzeichnet – nicht in den offiziellen Regeltexten oder Abenteuern, sondern am Spieltisch?)

6. Von der Bildsprache her ist Symbaroum ziemlich beeindruckend, denn diese „unscharfe“ Concept Art finde ich ideal für ein Rollenspiel.

7. Zuletzt habe ich in der U-Bahn Epées & Sorcellerie gelesen und mir Notizen dazu gemacht und das war witzig, weil mein Sitznachbar irgendwann herüberschielte, dann sein Smartphone zückte und hastig Notizen eintippte. Leider musste ich sofort aussteigen, sonst hätte ich nachgefragt…

Lehren aus dieser Episode des Media Monday?

Der Media Monday gefällt mir immer weniger. Die Fragen sind zu disparat, im Grunde muss ich mir Gedanken über 4-5 Blogposts zugleich machen – und kein Thema kriegt die Antwort, die es verdient.

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