Media Monday #220 – RPG Edition

Das Medienjournal ruft jeden Montag dazu auf, einen Lückentext zu füllen. Aus der RPG-Szene sind Greifenklaue und Würfelheld dabei, seit heute versuche ich mich auch daran. Da dies ein Rollenspielblog ist, versuche ich den Antworten allerdings einen stärkeren RPG-Drall zu geben.

KyokaiScreenshot1. Die Serienepisode Carmine aus Kyokai no Kanata wird mich vermutlich noch lange beschäftigen, denn wenn ich je Anime Urban Fantasy leiten werde, dann wird das eine Inspiration sein. (Obwohl ich befürchte, dass die Serie nach der „blutigen“ Action und dem Cliffhanger der Pilotfolge eher anime-typisch in Schulalltag und Slice-of-Life abgleiten wird, und die Dämonen Youmu-Hatz nur punktuell auftauchen wird. Aber dann taugt sie immer noch als Anregung für eine Runde Maid – in der der Master in der ersten Minute von einem Schwert durchbohrt wird…)

2. Ich kann ja wirklich nicht gerade herausragend schauspielern, aber trotzdem versuche ich, zumindest ausgesuchte NSCs durch Gesten und Stimmen unterschiedlich anzulegen.

3. Als Fan der ersten Stunde werde ich dem First-Edition-Hardcover von Warhammer FRP immer einen Ehrenplatz in meinem Schrank einräumen.

4. Fernsehen kann man ja dank Streaming etc. mittlerweile quasi überall, doch muss ich sagen, gehören Handys und Tablets nicht an den Spieltisch.

5. Bei der Lektüre von Dungeon World muss ich immer wieder den Kopf schütteln, weil ich nicht verstehe, was die Autoren mir sagen wollen. Ich kenne die Regeln die Spieles, ich weiß, wie man es spielt, aber eher aus Spielberichten und Diskussionen. Das Buch ist keine Hilfe beim Lernen der Regeln, und beim Nachschlagen noch viel weniger. Es ist didaktisch, sprachlich und layouttechnisch eine einzige Katastrophe. Das ist um so schlimmer, als in dem Spiel einige wunderbare Ideen verbuddelt sind. Glaube ich jedenfalls, denn die sind ein bisschen so wie ein Schwarzes Loch. Direkt sehen kann man sie nicht, aber ihr Einfluss auf andere Objekte (World of Dungeons) lässt Rückschlüsse zu.

6. Von 13th Age hätte ich mir ja doch deutlich mehr erwartet, denn irgendwie hatte ich doch geglaubt, dass man aus D&D4 ein vernünftiges Rollenspiel machen kann, wenn man die dissoziativen Elemente und die Encounter-Struktur rausschmeißt. Doch leider hat 13th Age so ziemlich alles behalten, was mir D&D4 verleidet hat, vor allem skalierende Schwierigkeitsstufen. (Liebe Leute, ein Schloss hat objektiv die Schwierigkeit 20, nicht 15, 20 oder 25, je nachdem, welche Stufe der Dieb hat, der es zu knacken versucht!) Da können nicht einmal die hervorragenden Backgrounds (D&D5, so macht man Backgrounds!) und die Icons das Spiel retten. Und wenn das Beispielabenteuer exemplarisch für typisches Abenteuerdesign à la 13 Age ist, fasse ich das Spiel nicht mal mehr mit der Kneifzange an!

WD69_Cover7. Zuletzt habe ich das Abenteuer Plague from the Past aus White Dwarf #69 (1985) geleitet und das war mit Microlite 20, weil ich darum gebeten wurde, eine Runde für Rollenspieleinsteiger zu leiten und M20 wunderbar einfache Mechanismen und 5-Minuten-Charaktererschaffung hat.

Lehren aus der (für mich) ersten Episode des Media Monday?

Ich müsste mal meine M20-Übersetzung überarbeiten. M20 mit One Unique Thing, Backgrounds und Icons? Damit wären die guten Innovationen aus 13th Age spielbar gemacht…

 

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3 Antworten zu Media Monday #220 – RPG Edition

  1. Chris Beier schreibt:

    „Liebe Leute, ein Schloss hat objektiv die Schwierigkeit 20, nicht 15, 20 oder 25, je nachdem, welche Stufe der Dieb hat, der es zu knacken versucht!“

    Hat es ja auch bei 13th Age.

    Nur weiß nicht jeder, wie schwer jetzt „DC 20“ eigentlich ist und daher ist recht hilfreich dazuzuschreiben, für welche Stufe Dieb ein solches Schloss eigentlich entworfen wurde (bei 3.5 musste man da raten). Das macht zudem die Bewertung der XP für nicht-Kampfsachen leichter (wenn der hochstufige Dieb ein simples DC15-Schloss öffnet, bekommt er dafür entsprechend weniger XP – wenn dem niedrigstufigen Dieb die Öffnung eines DC25-Schlosses gelingt, dann schwimmt er geradezu darin).

  2. greifenklaue schreibt:

    M20.13 oder M13 – fände ich nicht schlecht. Wir spielen es ja noch ab und an beim DinG, oft dann mit der Schurke kriegt ein Talent als Optionalregel. Kurzum, wäre bestimmt interessant.

    Schöne MM-Premiere, freut mich – und war recht lesenswert!

  3. wuerfelheld schreibt:

    Willkommen bei Media Monday.
    Bin auf die weiteren Ausgaben gespannt.
    Achso und aus dem RPG Bereich ist auch noch „Nerd-Gedanken“ dabei.

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