#RPGaDAY2015 – Frage 22 – Knights of the Dinner Table

22. August: Bevorzugte Spielumgebung?

Und noch eine Übereinstimmung mit Settembrini: Nicht nur über Bleistifte machen wir uns Gedanken, sondern auch über die Auswirkung, die ein Spielort auf die Konzentration, die gegenseitige Aufmerksamkeit und damit letztlich auch auf das Gelingen eines Spieleabends haben kann. (Blechpirat hat diese Diskussion ja heute auch schon angesprochen.)

Die zweiundzwanzigste Frage lautet: Perfect gaming environment?

Ein möglichst großer Tisch. Esstisch, Küchentisch, Konferenztisch, mit Stühlen, an denen man aufrecht sitzen kann. Kein Sofa. Kein niedriger Wohnzimmertisch.
Gutes Licht. Keine Stimmungskerzen. (Jedes einzelne Mal, wenn das jemand versucht hat, war ich nach einer Stunde Spielzeit so müde, dass ich auf der Stelle hätte einschlafen können.)
Absolutes Verbot von Handys und Tablets während des Spiels, wenn man nicht gerade ein Notarzt auf Bereitschaft ist.

Diverse Spieltische der letzten Jahre, die diese Bedingungen erfüllt haben:

   Aquarium

FarnhamCommon   Microlite12

Continuum   Leicester

Das heißt nicht, dass ich partout nicht an anderen Orten spiele (vor allem als Spieler habe ich da wenig Einfluss drauf), aber bei Runden, die mir wichtig sind und bei denen ich SL sein soll, gibt es einen richtigen Tisch.

Als befremdlichste Spielposition hatte ich mal eine Runde als Gastspieler empfunden. Die Spieler saßen alle auf dem Fußboden und mit dem Rücken an diverse Regale, Betten, Wände, usw. gelehnt. Da hatte man zwar jede Menge Platz in der Mitte, aber gemütlich war was anderes. Da wäre selbst mir die Couch lieber.

Einer der unpassendsten Orte war bislang eine Runde im sommerlichen Garten. Großer Tisch war erfüllt, aber viel zu hell (egal, wo ich hinguckte – aufs Blatt, den Tisch, die anderen Leute: ich fühlte mich permanent geblendet), viel zu warm (noch dazu für eine Runde, die zwischen Tarsis und Icewall Castle angesiedelt war…) und zu windig.

Musik halte ich heute auch für überschätzt. Ich habe mal mit Musik gearbeitet und mir für zwei Kampagnen einen Soundtrack zurechtgelegt – einmal mit Musik für typische Situationen (Kampf, Taverne, in der dunklen Höhle, im Wald, in der Hafenstadt) und das andere Mal mit „Themen“ für Personen, Städte und Regionen.
In nur einer Session hatte die Musik einen spürbaren Effekt auf die Spieler: eine nächtliche Begegnung mit einem Geist, untermalt mit einem Stück aus Ennio Morricones Hamlet. Da war es so, dass ein Spieler sagte – lange bevor der Geist überhaupt auftauchte! – dass ihn die Musik nervös machte.
Aber unterm Strich ist das eine zu schmale Ausbeute für den Organisationsaufwand.

Der Traum wäre natürlich ein dezidiertes Spielzimmer, wobei es auf keinen Fall so aussehen muss wie im Keller beim Reh. Das wäre mir Technik-Overkill.

Überhaupt Technik. Online, Hangout … geht gar nicht. Ich bin über 8 Stunden am Tag am Rechner (und schon genug, dass ich auch diese Blogbeiträge an so einem Teufelsding schreiben muss), da will ich in meiner Freizeit nicht auch noch auf den Monitor starren…

Discuss!

 

Dieser Beitrag wurde unter Community, Convention, Karneval veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu #RPGaDAY2015 – Frage 22 – Knights of the Dinner Table

  1. Pingback: #RPGaDAY2015 Tag 22 – Deine perfekte Umgebung zum Spielen ? | Greifenklaue's Blog

  2. Pingback: #RPGaDAY2015 – Frage 23 – Amalgame | MONDBUCHSTABEN

  3. Rána schreibt:

    Lustig, für mich sind ein von dir beschriebener Tisch und Stühle eher hinderlich, um mich wohl zu fühlen und zu leiten oder zu spielen. Ist mir zu unpersönlich und distanziert. Ich bevorzuge ein Wohnzimmer mit einer sauberen Couch bzw. ebensolchen Sesseln und einem Tisch der groß genug ist, um den meisten Kram unterzubringen. Gut, an einem „echten“ Tisch kann man besser mitschreiben, aber ich fühle mich dann immer viel zu sehr wie in der Schule.
    Musik habe ich sehr gerne beim Spielen, allerdings nur, wenn sich der SL Gedanken darüber gemacht hat und nicht einfach nur den Soundtrack von irgendwas auf Dauer-Repeat gestellt hat. Dann lieber Stille. Leite ich selber, hilft mir die Musik ungemein in der richtigen Stimmung zu bleiben. Ich benutze sie gerne als Einstieg, um die Gemüter zu fokussieren, oder um eine bestimmte Stimmung zu erzeugen. Ob das bei meinen SpielerInnen ankommt? Ich denke schon, aber vorrangig hilft es mir.
    Ganz wichtig finde ich aber, dass der Spielort sauber und einigermaßen aufgeräumt ist. Eine Wohnung, in der ich nicht die Toilette benutzen mag, oder in der ich lieber meinen eigenen Teebecher mitbringe, ist ein Ort an dem ich nicht gerne spiele oder leite.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s