#RPGaDAY2015 – Frage 8 – Zak S. in Maxim

8. August: Bevorzugte Darstellung von Rollenspielen in den Medien?

Spontan wollte ich darauf nur eine einzige Antwort geben, aber nach viel, viel Nachdenken bin ich auf mehrere gekommen, die ich aus verschiedenen Gründen schätze.

Die achte Frage lautet: Favourite appearance of RPGs in the Media?

Maxim Jan 2012 CoverMit Abstand am subversivten und coolsten finde ich Zak Smiths Homestory im amerikanischen Männermagazin MAXIM!

Ich bezweifele zwar, dass es ihm gelungen ist, unter der Leserschaft neue Rollenspieler zu generieren, aber es ist ein gewitzter Beitrag, der gegen das Klischee „Gamer sind Ewige Jungfrauen, die nicht aus den Kellern ihrer Eltern ausziehen“ angeht.

Maxim Jan 2012 D&D 1 Maxim Jan 2012 D&D 2 Maxim Jan 2012 D&D 3

Der Artikel ist auch online: Playing Dungeons and Dragons with Porn Stars (NSFW).

Brandaktuell hat er diesen Stunt wiederholt und ist gestern im Online-Magazin VICE erschienen: Why I Still Love ‚Dungeons & Dragons‘ in the Age of Video Games.

 

Klassischer Journalismus: Hier in Deutschland finde ich die Berichterstattung von Konrad Lischka und Tom Hillebrand auf Spiegel Online wichtig und wertvoll (auch wenn es ruhiger geworden ist, seitdem die Drachenväter erschienen sind…).

SPON Screenshot 25 Jahre DSA

Zum Lesen empfohlen: 25 Jahre „Das Schwarze Auge“: Rollenspiel mit Meister-Maske, Rollenspiel-Klassiker „MUD“: Ein Verlies, viele Spieler, Wie ein Fantasy-Spaß zum „Killerspiel“ gemacht wurde, Zum Tod von Gary Gygax: Der Herr der Dungeons, Rollenspiellegende Dave Arneson: Der Drachenvater.

 

Aber wenn es um die Einbindung von Rollenspielen in einen erzählerischen Kontext geht – bekannte Beispiele: der Anfang von E.T. (heute schon bei Obskures erwähnt), Tom Hanks‘ Labyrinth der Monster (heute schon bei Jaegers.net erwähnt), natürlich The Gamers, Akte X (habe ich heute schon in den Kommentaren zu Richtig Spielleiten! erwähnt) – , dann steht bei mir selbstverständlich Astrópía ganz oben.

Astropia Spieltisch

Ich finde immer noch großartig, wie dieser Film in der ersten halben Stunde alle Vorurteile über Rollenspieler bedient (freilich um sein Mainstream-Zielpublikum „in Sicherheit zu wiegen“), um dann ganz subtil in Kleidung, Makeup (!), Auftreten die Gamer zu den eigentlichen Normalos des Films zu machen – während sich alle anderen durch ihr Verhalten (die Schickeria-„Freundinnen“ von Hildur) oder ihre Motive als Arschlöcher entpuppen. (Die einzige Ausnahme ist die alte Schulfreundin, bei der Hildur Unterschlupf findet – die hat nichts mit Spielen zu tun hat und bleibt trotzdem bis zum Ende eine Sympathieträgerin.)
Am Ende sind es die Rollenspieler, die funktionierende Sozialkontakte haben und ein erfolgreiches (wenn auch geekiges) Leben führen.
Infos über den Film: das Making-of Blog zur deutschen Übersetzung

Wichtiger Disclaimer: Ich arbeite für das DVD-Label, das den Film herausgebracht hat! Wer die Nennung in diesem Beitrag als Werbung abtun möchte, kann dies tun. Nichtsdestoweniger: Ich habe diesen Film schon geliebt, bevor wir ihn gemacht haben; und wenn ich ihn nicht an höherer Stelle vorgeschlagen hätte (weil er mir so gefällt und weil ich es wichtig fand, dass er auf Deutsch erscheint), hätten wir ihn auch nicht gemacht, denn das Genre und Herkunftsland passt überhaupt nicht zu unserem üblichen, japanophilen Katalog – wir machen normalerweise Animes.
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3 Antworten zu #RPGaDAY2015 – Frage 8 – Zak S. in Maxim

  1. greifenklaue schreibt:

    Astropia war großartig, hab ich auch einmal zum 30igten verschenkt. Also, das war schon klasse. Den Blog von Zak S. kannte ich, aber die Interviews / Reportagen sind ja echt … nett – und dire Spiegel-Artikel les wohl nicht nur ich gern. Deutlich zielsicher als ihre Kinokritiken.

  2. Pingback: #RPGaDay 2015: Tag 8 – RPG in den Medien [zugleich: 2000. Beitrag] | Greifenklaue's Blog

  3. Pingback: RPGaDAY2015 – Die ersten 10 Tage | ackerknecht

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