D&D Film 4

 

Ok, man mag Peter Jackson vorwerfen, dass er sich aus dem Hobbit und den HdR-Anhängen die Rosinen herauspickt (und je nachdem, wen man fragt, neu interpretiert oder verfäschlt), die einen bildgewaltigen, actionlastigen Hollywood-Blockbuster ausmachen, aber mal ehrlich, sieht das nicht wie ein perfekter Dungeons-&-Dragons-Film aus?

Da ist doch alles drin, was „man“ mit Old-School-D&D verbindet:

  • eine Schatzkarte
  • eine gefahrvolle Überlandreise zu dem verborgenen Schatzhort
  • hinderliche Begegnungen
  • Goblins, Goblins, Goblins
  • Verliese (und Städte) mit „Fraktionen“, die man mehr durch Diplomatie als durch Hack-and-Slay bezwingt
  • unfreiwilliger Slapstick (die Flucht in Fässern)
  • Charaktere, die auf einer steinernen Statue herumklettern (gleich am Anfang des Trailers)
  • eine Geheimtür, die man obendrein nur über ein Rätsel finden/öffnen kann
  • und am Ende wartet ein Drache!

Und mit Bilbo ist sogar ein Hireling dabei…

Dabei ist die Story so geradlinig und klischeehaft, dass es fast schmerzt – was kein Vorwurf an den Hobbit sein soll. So ist das nun einmal, wenn man einen Trend startet, der tausendfach kopiert wird. Der Hobbit ist (mehr noch als Der Herr der Ringe) die Blaupause für ein Fantasy-Abenteuer.

Um so unverständlicher, warum die Macher der offiziellen D&D-Filme bislang so sehr versagten.

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6 Antworten zu D&D Film 4

  1. Joni schreibt:

    Ich werfe es auch hier in die Debatte ein: der zweite D&D-Film ist auf thrashige Weise cool, schön klischeehaft und erfüllt auch mehrere der von Dir genannten Merkmale! VG

  2. Mondbuchstaben schreibt:

    Den muss ich vielleicht noch mal gucken.

    Wirklich interessant fand ich den Midnight-Film! Die hatten kein Budget für Massenszenen und großartige CGI-Tricks und haben daher eine eher ruhige Intrigengeschichte à la Name der Rose inszeniert. Eigentlich etwas, was man nicht unbedingt mit D&D verbindet.

    Der Film war immer noch trashig, mit LARP-Kostümen und „mittelalterlichen“ Siedlungen wie aus einer Star Trek TOS Episode, aber trotzdem charmant.

    Wenn der Plan von FFG aufgegangen wäre, hätte das (mit ein bisschen mehr Geld) eine schöne TV-Serie werden können…

  3. greifenklaue schreibt:

    Ich fand ja DnD 3 – angesichts des Budgets – durchaus gut auf seine Art und Weise – und angenehmerweise mal nicht stereotyp.

    Dass HdR und der Hobbit Pate für vielerlei Fantasy standen, ist klar, so auch für DnD, obwohl da ja auch Sword&Sorcery die Vorlage war, welche aber nicht so recht rüberkam, was dann erst Nachfolger wie LotfP oder DCC schafften.

  4. Mondbuchstaben schreibt:

    Ich meine nicht „D&D wie es gemeint war“ (oder „… woher die Inspirationen kommen“), sondern „D&D wie es an tausenden Küchentischen gespielt wurde“.

  5. Joni schreibt:

    Mondi: Interessante Seitendebatte – wie wird D&D denn Deiner Meinung nach an Küchentischen gespielt?

  6. Mondbuchstaben schreibt:

    Wie es heute gespielt wird, weiß ich nicht. Ich bin „raus“ aus dem offiziellen D&D, 3.0 hat mich erfolgreich vergrault.

    Vielleicht hätte ich präzisieren sollen „D&D wie es in den Achtzigern an tausenden Küchentischen gespielt wurde“.
    Eben genau wie die obige Checkliste an Klischees es andeutet. Wie Conan the Destroyer (wobei der Film dann schon Dragonlance-ismen enthielt, aber das passte ja auch in den Zeitgeist, die dann aufkam und das Hobby nachhaltig veränderte).

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